Die grosse UnbekannteKaum ist der UHC Lions Meilen vorige Woche erfolgreich in die Saison gestartet, wartete bereits das erste Heimspiel gegen den UHC Astros Rotkreuz auf die Lions. Die Innerschweizer stiegen in die 2. Liga auf und mussten vor Wochenfrist eine knappe Niederlage im ersten Spiel hinnehmen. Mehr war über die Zuger nicht bekannt. Den Meilen selbst musste das Spiel ohne etatmässigen Torhüter antreten und so waren nicht nur die Gäste unbekannt sondern mit dem Torhüter auch ein Teil des eigenen Teams. Die Lions suchten den Erfolg mit der Flucht nach vorne und die Innerschweizer begünstigten dies mit zum Teil ungeschicktem Vorchecking. Nur nutzten dies die meilener Spieler nicht aus. Trotz mehrheitlichem Ballbesitz entstand nur wenig Torgefahr, denn ganz deutlich fehlte der letzte Biss beim Heimteam. Die Gäste schüttelten die Anfangsnervosität langsam aber sicher ab und konzentrierten sich auf einige gefährliche Konter. 0:1 stand es zum Schrecken der Zuschauer. Einem Zuger wurde zu viel Platz im Slot gewährt, was dieser dankend ausnutzte. Doch wer dachte die Lions würden sich ins Bockshorn jagen lassen, musste sich eines Besseren belehren lassen. Jungdaddy Andi Schwarz glich in der zwölften Minute aus und drei Minuten später jagte Philipp Schenk, nach schöner Kombination mit Beni Mäder, den Kunststoffball in die kurze hohe Ecke zum 2:1 für die Zürcher. Es sollte nicht die letzte Tat der beiden Spieler gewesen sein. Mit einer durchzogenen Leistung zogen sich die Lions für die Drittelsbesprechung in die Katakomben der Alten Allmend zurück. Doch anstatt das Tempo zu erhöhen, neigten die Akteure aus Meilen zum Übermut und Übernahmen sich teilweise in ihren Aktionen. Dies führte zu mehr Gefahr vor Goalie Matthias Auckenthaler, der seine Sache sehr gut machte und in dieser Situation die eine oder andere Grosschance der Innerschweizer zunichte machte. Trotzdem fiel der Ausgleich. Doch nach dem Motto nicht verzagen Mäder fragen, stellte dieser den 1-Tore-Vorsprung nur eine Minute später wieder her. Das Heimteam hatte jedoch weiterhin Mühe zu ihrem Spiel zu finden und kassierte wiederum den Ausgleich. Nun war es wieder an Philipp Schenk die aufkeimende Hoffnung der Zuger zu zerstören. Zu Spielmitte stand es 4:3. Die Löwen waren nun erwacht und erneut Mäder, Schenk und Stüssi markierten innert 90 Sekunden drei Treffer zum Pausenresultat von 7:3. Der UHC Astros Rotkreuz schien die Hoffnungen noch nicht begraben zu haben und stürmten zuweilen kopflos in die Zweikämpfe und da dies keine Strafen absetzte, machten diese munter weiter. Trotzdem hätte der Schütze des 7:4 nicht ganz so viel Platz vor dem Tor von Auckenthaler erhalten dürfen. Aber es kam keine Spannung mehr auf, denn wie typisch für das Spiel antwortete Meilen gleich mit zwei weiteren Treffern und siegte schlussendlich ungefährdet mit 9:4. Zudem
wurden die zwei Unbekannten aufgedeckt. Der UHC Astros Rotkreuz spielt
engagiertes Unihockey und Matthias Auckenthaler zeigte eine saubere
Leistung und hat den Dank der Mannschaft verdient. Lions
Meilen: Auckenthaler; Hartmann, Lippuner; Hofer, Bay; Thut,
Pfenninger; Meier, Krauer, Stüssi; Schenk, Mäder, Trinca;
Horat, De Assis, Schwarz Bericht von Simon Lippuner |