Anschluss geschafft

Spannender konnte die Ausgangslage vor dem Spiel kaum sein. Nachdem Leader Hittnau am Vorabend überraschend gegen Innebandy Zürich den Kürzeren zog, sahen die beiden Verfolger Teams aus Meilen und Luzern plötzlich wieder Morgenröte. Der Sieger im direkten Aufeinandertreffen hatte die Möglichkeit wieder aus eigner Kraft noch Gruppensieger zu werden.

Beide Teams begannen konzentriert und waren bedacht nicht ins offene Messer zu laufen. Die Luzerner versuchten die Gastgeber mit ihrem Forechecking in Bedrängnis zu bringen und Meilen seinerseits war nach drei Heimniederlagen in Serie bedacht nicht schon wieder in zu Beginn in Rückstand zu geraten. Sowohl die Innerschweizer als auch die Zürcher erledigten ihre Aufgaben gut und so gingen die die Teams mit einem 0:0 in die Pause. Die Luzerner verzeichneten zwei Treffer ans Torgehäuse und Meilen konnte die einigen wenigen hochkarätigen Chancen nicht nutzen oder scheiterten am starken Schlussmann.

Der Start ins Mitteldrittel wurde zur Bewährungsprobe. Nach einem ungeahndeten Foul an Philipp Schenk revanchierte sich dieser und musste auf die Strafbank. Da jedoch bereits ein Meilener in den Penaltybox sass, durften die Jungs aus der Leuchtenstadt beinahe 2-Minuten 5 gegen 3 spielen. Doch Luzern agierte nervös und unsicher. Die Lions räumten vor dem Tor ab und überstanden zusammen mit dem souveränen Andi Baumann im Goal die brenzlige Situation. Doch von da an war das Heimteam die spielbestimmende Mannschaft und liessen kaum noch Chancen zu. Im Angriff wurde die Schraube langsam angezogen. Fabian Hartmann markierte mit einem abgelenkten Weitschuss das 1:0 und liess das Heimteam jubeln. Nach einer schönen Vorlage schmetterte nur wenig später Christian Horat die Kugel zum zweiten Mal ins luzerner Gehäuse. 2:0 stand es auch noch 40 Minuten.

Luzern musste im letzten Abschnitt alles auf eine Karte setzen. Kaum war das Spiel angepfiffen stand es 2:1. Was war geschehen? Ein platzierter Freistoss kurz hinter der Mittellinie fand den Weg ins Tor. Die Lions behielten kühlen Kopf und liessen sich nicht verunsichern. Weiterhin suchte man den Torerfolg. Als vor dem Innerschweizer Tor die Kugel wie im Flipperkasten hin und her sprang, schafften es gleich zwei Gästespieler im Torraum zu stehen ohne das ein Meilener überhaupt in der Nähe war. Zu Recht entschieden die Unparteiischen auf Penalty. Thomas Stüssi liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zum 3:1. Wer nun dachte die Vorentscheidung sei gefallen, musste sich eines Besseren belehren lassen. Die Luzerner reagierten vehement und schafften nur kurz später das 3:2. Den Aufwind nahmen die Gäste gleich mit und erzielten gar das 3:3. Noch Schlimmeres war zu befürchten als Fabian Hartmann für seinen Baseballbefreiungsschlag auf die Strafbank wanderte. Das Powerplay war hatte jedoch nicht die erhoffte Wirkung aus luzerner Sicht. Wirbelwind This Meier luchste dem gegnerischen Verteidiger den Ball ab, umkurvte den Torhüter und schob lässig zum 4:3 ein. Verzweifelt warfen die Gäste alles nach vorne. Dank Andi Baumann und vollem Einsatz der Lions blieb es beim verdienten 4:3 Sieg für Meilen.

Am kommenden Freitag reisen die Lions ein zweites Mal nach Tenero um das Nachholspiel gegen Verbano Gordola zu bestreiten. Hoffentlich schaffen es dieses Mal auch die Schiedsrichter anwesend zu sein.

UHC Lions Meilen – Unihockey Luzern 4:3

Lions Meilen: Baumann; Hartmann, Lippuner; Hofer, Thut; Schwarz, Meier, Stüssi; Schenk, Trinca, Horat; Bucher, Mäder

Tore für Meilen: Hartmann, Horat, Stüssi, Meier

Bericht von Simon Lippuner

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