Lektion 1Heute erkläre ich Ihnen wie man ein Spiel mit geschätzten 10 % Spielanteil gewinnt. Man nehme 4 Tore aus geschätzten 6 Abschlüssen in den ersten 15 Minuten und maure sich dann mit viel Disziplin ein. Schauplatz der Lektion 1 war die Turnhalle Alte Allmend. Zu Gast war Innebandy Zürich 11, welche in den bisherigen drei Aufeinandertreffen, jeweils immer als Sieger vom Platz gingen. Dennoch war dem UHC Lions Meilen bewusst, dass mit den Stadtzürchern ein unberechenbares Team gegenüber stand, welches fast ausschliesslich auf Konter spielt. Wie geahnt kam es dann auch. Innebandy stand sehr tief in der eigenen Hälfte und überliess dem Heimteam das Zepter. Obwohl die Lions mit diesem Szenario rechneten, stand es nach 20 Minuten 0:4 für die Gäste. Trotz klarer Überlegenheit der Lions gelang es Innebandy mit einigen wenigen Nadelstichen in Rücklage zu bringen. Da alle Abschlüsse präzise waren, genügten diese. Das Heimteam kehrte keineswegs entmutigt in das Mitteldrittel zurück. Wieder waren es ausschliesslich die Lions, welche das Spiel machten. Geschätze drei Innebandy Spiel überkehrten während des gesamten Drittels die Mittellinie und im Gegensatz zum Startdrittel erstickten die Lions die Konterversuche bereits im Ansatz. Trotz klarer Spielüberlegenheit und Sieger in den meisten Zweikämpfen fanden die Lions kein Mittel das erstellte Bollwerk zu durchbrechen. Zu selten gingen die Lions vor das Tor und schafften es nicht für Verwirrung zu sorgen. Falls doch mal ein Schuss aufs Tor kam, war dies zu meist Beute des Torhüters. Jedoch nur zu meist. Im Powerplay hämmerte Simon Lippuner den Ball unter die Latte. Nun war auch klar wieso der gegnerische Torhüter aus Sicherheitsgründen Handschuhe trug. Obwohl der Bann nun gebrochen sein sollte, reichte es im Mitteldrittel nicht zu mehr. Philippe Schenk stocherte die Kugel zu Beginn der letzten 20 Minuten zum 2:4 ins Tor und liess die Hoffnung auf eine Kehrtwende weiter aufleben. Doch die Kaltschnäuzigkeit der Gäste liess dies schon bald ändern. René Sandmeier im Tor der Meilemer war erneut nicht zu beneiden. Obwohl er eigentlich keine Arbeit zu verrichten hatte, erzielte Innebandy mit einem erneut präzisen und trockenen Abschluss das 2:5. Meilen gab nicht auf. Philipp Krauer mit einem Doppelpack erzielte den Anschluss eine Minute vor Spielende. Mit 6 gegen 5 Feldspieler warfen die Lions alles in die Waagschale. Ohne Erfolg. Meilen bleibt trotz der Niederlage über Weihnachten an der Tabellenspitze und wird am 9. Januar 2010 gegen die UHC Zuger Highlands wieder angreifen. Natürlich gilt es sich für die bittere Auswärtsniederlage zu revanchieren.
Lions
Meilen: Sandmeier; Hartmann, Lippuner; Hofer, Bay; Thut;
Meier, Krauer, Stüssi; Schenk, Pfenninger, Mäder; Menghini Bericht von Simon Lippuner |