Die nächsten Spiele

Herren 1:

01.03.2020 in Meilen
10:00 Uhr UHC B.S. Embrach

Junioren U21 (Zürisee Unihockey):

01.03.2020 in Schwanden
10:55 Uhr UHC R. Grabs-Werdenberg
14:35 Uhr UHC Pfannenstiel

Junioren U14 B:

15.03.2020 in Jona
15:25 Uhr UHC Pfannenstiel
17:15 Uhr ZO Pumas

Junioren B:

15.03.2020 in Tann
09:55 Uhr UHC Elgg
12:40 Uhr UHC Lokomotive Stäfa

Junioren D I:

08.03.2020 in Wetzikon
09:55 Uhr Jona-Uznach Flames
12:40 Uhr UHC S-G Wetzikon

Junioren D II:

08.03.2020 in Wetzikon
14:30 Uhr UHC Pfannenstiel III
17:15 Uhr UHCevi Gossau II

Junioren E:

22.03.2020 in Uznach
12:00 Uhr UHC Eschenbach
13:00 Uhr Pfannenstiel Egg II
14:30 Uhr RD March-Höfe Altendorf

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Sieg in der «Zürisee Morgenshow»

Im Züriseederby gegen die Lokalrivalen aus Zumikon und Küsnacht reichten den Lions gute fünfundzwanzig Minuten um auch dieses Derby zu gewinnen. Was während der restlichen Spielzeit genau passierte, erklären die folgenden Zeilen.

An einem überaus frühen Sonntagmorgen ging es an die elfte Runde nach Kloten. Im Radio lief, na was wohl, die Zürisee Morgenshow. Doch für einmal gab es nicht nur «bar ufd Ohre», sondern auch einen Schuss vor den Bug. Aufregung herrschte aber auch bereits vor Spielbeginn, als Gegner Zürisee bei den Lions anfragte, ob man ihre Auswärtstenüs für die Partie auslehnen konnte, da man seinerseits den eigenen Tenüsatz vergessen hatte. Die Schlafmützen hatten aber auch gleich noch die Hosen vergessen, somit musste einer der Spieler den unliebsamen Weg zurück nach Hause antreten, um die fehlenden Textilien zu holen.

Die Lions hatten es da besser, sie konnten sich ganz normal aufs Derby vorbereiten. Doch das erste Drittel bewies, dass sie noch die grösseren Schlafkappen waren als ihr Gegner. Es funktionierte gar nichts bei Gelbschwarz. Zürisee bedankte sich mit dem Führungstreffer und legte nach einer Strafe gleich noch zum 0:2 nach scheinbar ohne grossen Aufwand. Bei der ersten Strafe gegen Auckenthaler zeigte sich bereits, dass mit den Schiedsrichtern an diesem Tag nicht zu spassen war: Das für 1. Liga Spiele berechtigte Duo, bestehend aus einem Tessiner und einem italienischen IFF-Schiedsrichter, musste wahrscheinlich noch viel früher aufstehen, um diesen Match zu pfeifen.

Sowohl Spielertrainer Rickenbach wie auch Präsident Würsch konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen. Es wurde also Zeit für die grosse Wende: Die Lions traten im zweiten Abschnitt mit der nötigen Aggressivität auf und setzten die Blauweissen immer mehr unter Druck. Dass dabei bereits nach zwölf Sekunden ein geniales Zuspiel von Menzi auf Neubauer gekonnt verwertet wurde, half natürlich. Doch die Tormaschinerie lief weiter. Einige Minuten später entwischte Auckenthaler der gegnerischen Abwehr und haute den Ball mit einer derartigen Präzision in die Maschen, dass das runde Weisse gleich an beiden Pfosten abprallte bevor es im Gehäuse landete. Noch später gelang derselben Linie ein weiterer Treffer, als Hartmann in seiner typischen Manier vor dem Züriseetor am schnellsten reagierte und zur erstmaligen 3:2-Führung einnetzte.

Im letzten Spielabschnitt galt es nun die Führung weiterauszubauen. Die Partie wurde aufgrund der fortgeschrittenen Spielzeit und des knappen Zwischenresultats immer giftiger. Und so mussten die Schiedsrichter natürlich vermehrt eingreifen. Dies traf vor allem Auckenthaler am härtesten. Er zementierte seinen Spitzenplatz in der Lions-Strafentabelle. Nach einer aus beiden Lagern umstrittenen Zweiminutenstrafe beschwerte er sich so sehr beim italienischen Internationalen, so dass ihn dieser kurzerhand mit einer Zehn- plus Zweiminutenstrafe bestrafte. Damit war die Partie für ihn gelaufen, für die Lions fing die grosse Abwehrschlacht aber erst an. Tiefe Sorgenfalten zeigten sich bei den Zuschauern als Zürisee zum grossen Angriff blies. Vier Minuten hatten sie Zeit. Und der Ausgleich zum 3:3 fiel tatsächlich kurz vor Ablauf der Zeitstrafe.

Doch glücklicherweise schalteten die Lions danach wieder einen Gang höher. Rickenbach spielte den entscheidenden Pass auf Pfenninger, der seine Farben wieder in Führung brachte. Und kurz vor Schluss bekam Meilen Uetikon auch nochmal Gelegenheit in Überzahl zu spielen. Die Powerplayformation spielte für einmal mit Ruhe und Köpfchen. Neubauer spielte schliesslich im entscheidenden Moment Hartmann im Slot an, welcher verwertete. Hundert Sekunden waren noch zu spielen, als Zürisee nun den Torhüter ersetzte und auf tutti ging. Doch dies misslang und Dominic Kyburz schlenzte den Ball wenige Sekunden später aus der Distanz ins verwaiste Gehäuse. 6:3 und finito, oder?

Mitnichten! Denn nun kam es noch zu einem (weiteren) unrühmlichen Kapitel. Denn in der letzten Minute liessen die Lions wieder fast alles vermissen, weshalb sie zu diesem Zeitpunkt an der Tabellenspitze stehen und Zürisee erzielte noch zwei Treffer, bevor die Uhr schliesslich ablief.

Mit einem knappen Derbysieg und weiteren drei Punkten im Gepäck verabschieden sich die Lions in eine dreiwöchige Pause, bevor dann in Meilen das letzte Spiel der Qualifikation gegen Embrach ansteht. Nach elf Spielen lässt sich resümieren: Das Team schafft es zwar immer wieder sich aus einer Rücklage zu befreien, lässt aber noch eine gewisse Konstanz in der Leistung über sechzig Minuten vermissen, die für das Überleben in höheren Ligen definitiv notwendig ist.