Die nächsten Spiele

Herren 1:

11.01.2020 in Egg
16:45 Uhr Kadetten UH Schaffhausen

Junioren U21 (Zürisee Unihockey):

12.01.2020 in ???
10:00 Uhr Hurricanes Glarnerland

Junioren U14 B:

22.12.2019 in Egg
14:30 Uhr FB Riders DBR II
17:15 Uhr THS Adliswil II

Junioren B:

22.12.2019 in Uster
09:55 Uhr UHC Uster
11:45 Uhr UHCevi Gossau

Junioren D I:

11.01.2020 in Meilen
09:55 Uhr Jona-Uznach Flames
12:40 Uhr UHC S-G Wetzikon

Junioren D II:

11.01.2020 in Meilen
14:30 Uhr UHC Pfannenstiel III
17:15 Uhr UHCevi Gossau II

Junioren E:

05.01.2020 in Rüti
12:30 Uhr FB Riders DBR II
13:00 Uhr UHC Pfannenstiel II
14:00 Uhr UHC Lokomotive Stäfa

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Unihockey Sportcamp Tagebuch: Montag

Zu Beginn der Frühlingsferien findet in Meilen jeweils das Sportcamp mit über 200 Schulkindern statt. 80 dieser Kinder besuchen von Montag bis Freitag die Unihockeylektionen der Lions. Während anderthalb Tagen und in drei verschiedenen Alterskategorien können die Kids bei den Lions vor allem eines, nämlich Unihockey spielen. Aber was steckt denn nun eigentlich genau hinter diesem Sportcamp? Erfahren tut ihr das in diesem Erlebnisbericht von Cuba - Fabian Hartmann (Leiter des Lions-Sportcamps).

Der Start zum Sportcamp beginnt jeweils am Montagmorgen mit der grossen Versammlung in der Sporthalle Allmend. Während einem Campchefin Valery vorstellt, blicken wir Leiter in diese rund zweihundert Augenpaare, was für mich immer wieder eine ganz spezielle Situation ist. Denn wer sich diese Kinderaugen genauer ansieht, fragt sich schon, was den Kids in diesem Moment gerade so durch den Kopf geht. Auf jeden Fall bekommt man das Gefühl, dass sie den Erklärungen der Campchefin nur schwer folgen können. Aber wie war das wohl bei mir, als ich noch in der ersten, zweiten, dritten Klasse war? Ganz ehrlich, ich kann mich nicht mehr erinnern. Die Kinder sind dafür also - fürs Erste - entschuldigt.

Nach rund fünfzehn Minuten in der Sporthalle verteilen sich die Kids langsam auf ihre Gruppen. Bei uns geht das jeweils sehr schnell, denn sie können es kaum erwarten in der Turnhalle zum Stock zu greifen und die vielen weissen Kobolde über den Hallenboden zu jagen.

Nach einer kleinen Tummelphase, die sich vom Aussehen her nicht gross von unserer U21-Truppe unterscheidet, gehen wir zum ersten spielerischen Teil über. Viele Bälle und viele Gegner warten in diesem Spiel auf die Kids. Was vorher noch einigermassen ordentlich zu und her ging, entwickelt sich hier zum Chrüsimüsi Unihockey. Es knallt und kracht immer wiedermal und ich bin froh, dass die Kinder nicht meine Stöcke verwenden...

Bis zum Mittagessen werden die Kids schliesslich noch zum Kleinfeld-Turnier herausgefordert. Die Partien sind stets knapp und hart umkämpft, wobei sich die ebenfalls teilnehmenden Leiter Mühe geben nicht zu viel Resultatverfälschung zu betreiben. Schliesslich gewinnt Handerisson Unihockey gegen Floorball Hedinger hachdünn mit einem Tor Vorsprung. Die beiden Supertechniker aus den C-Junioren schenken sich nichts. Während auf der einen Seite ein wunderschöner Airhook den Ausgleich bedeutet, fällt auf der anderen Seite per Volleyeinlage wieder die Führung.

Obwohl um 11:45 Uhr eigentlich Essenszeit ist und die Jungs und Mädels sicher hungrig sein müssten, nach soviel Anstrengung, wollten sie partout nicht aufhören. Einzig meiner kleinen Notlüge konnten die Kids nicht widerstehen: "Es git Schnitzel Pommes Frites zum Zmittag!", rief ich in die Halle, die sowas von schnell geleert wurde, dann könnten sich unsere Tessiner Herrenspieler noch eine Scheibe abschneiden. Und wenn wir schon beim Brot und Mittagessen sind, da gab es dieses eine Kind mit der Ronaldo-Frisur - weil es diese unbedingt wollte - das versuchte seinen Rekord im Brötchenessen zu brechen. Leider gingen uns die Brötchen aus - sehr zum Kummer der Sportcamp-Küche - und der Brötchenesser kam nur auf sieben statt zehn.

Nachdem das "Extrembrötchenessen" schliesslich verboten wurde, konnten sich nun alle Kinder auf die Hauptmahlzeit stürzen, dass dachte zumindest die Küche. Leider gab es aber kein Schnipo sondern Spinacio (Italienisch für Popeyes Lieblingsessen). Dafür wurden die Kids beim Nachtisch mit einem Schokodings verwöhnt, für welches mir jetzt das politisch korrekte Wort nicht mehr in den Sinn kommt.

Am Nachmittag liessen wir die Kids Grossfeld spielen. Ein wahrer Genuss wie selbständig sich die 5. und 6. Klässler organisierten. Sie spielten, scorten, wechselten und stellten sogar noch den Schiedsrichter, ohne dass das Leiterteam gross intervenieren musste. Ganz zum Schluss gab es dann eine Art "Finalspiel", in welchem die Girls mit den Leitern und Isaac "the wall" Andersson im Tor gegen die restlichen 17 Jungs gleichzeitig spielten. Ein Albtraum für jeden eingefleischten Chügeler und Dribbler. Die Jungs besiegten uns schliesslich, traditionell mit 3:2. Voila!

Um 15:30 Uhr war der ganze Zauber dann fürs Erste überstanden. In der Halle herrschte Chaos und meine Beine wirkten so schwer, als hätte ich gerade am Züri Marathon mitgemacht. Sprüche wie "Hey Alte!" oder "We lang spielemer na" wiederholten sich noch ständig in meinen Ohren bis in die frühen Abendstunden, als ich vor dem Fernseher eingeschlafen bin. Den zweiten Spruch kam übrigens in den verschiedensten Varianten vor und meistens folgte darauf ein "Alte".

Während mich Musik und Sprache dieser "Alten" nicht gerade aus den Socken haut, bin ich vom Unihockey unserer 5./6. Klässler Lions beeindruckt! Wenn das also unsere zukünftigen Unihockeystars in Meilen sind, dann müssen sich die Lions keine Sorgen mehr machen...